Nur ein Remis im Kampf um den Aufstieg (Samstag 18.04.2009)
Beim Auswärtsspiel in Urnshausen musste sich die Dorndorfer Zweite mit einem unglücklichen Unentschieden zufrieden geben. Schon zu Beginn des Spiels wurde klar, dass diese Begegnung nicht im Schongang gewonnen werden kann. Urnshausen hatte schon wenige Minuten nach Spielbeginn eine klare Chance. Aus dem Gewühl heraus wurde von 10 Metern abgeschlossen - der platzierte Schuss konnte vom Dorndorfer Keeper aber zur Ecke abgewehrt werden.
Dieser frühe Weckruf zeigte Wirkung: die Dorndorfer bekamen das Spiel nun immer besser in den Griff und drückten die Urnshäuser teilweise minutenlang in die eigene Hälfte. Leider sprang hierbei nichts zählbares heraus und der Gegner blieb durch Konter ständig gefährlich. Wie aus heiterem Himmel erzielten die Hausherren dann auch die Führung: eine misslungene Abseitsfalle der Dorndorfer nutzte der alleine vor dem Torhüter auftauchende Urnshäuser Stürmer überlegt zum 1:0. Alle weiteren Versuche der Dorndorfer, diesen Rückstand auszugleichen, blieben in der ersten Hälfte erfolglos - obwohl Chancen durchaus vorhanden waren. Als Beispiel hierfür sei die Möglichkeit von Kevin Naumann genannt, der glänzend von Martin Albrecht bedient, frei vor dem gegnerischen Torhüter den Ball nicht traf!
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufhörte (Anm.: ich glaub, dass habe ich schon mal in einem der letzten Spielberichte geschrieben ;-): Dorndorf ist spielerisch eindeutig überlegen und drückt den Gegner in die eigene Hälfte. Diese Überlegenheit zahlt sich aber dieses Mal aus: Martin Albrecht setzt sich in der Mitte der gegnerischen Hälfte gekonnt durch und erzielt, obwohl er vorher vom Gegner mit dem Fuss im Gesicht getroffen wird (!), von 20 Metern den umjubelten Ausgleich. Auf diesem Ausgleich wurde sich aber nicht ausgeruht. Kurze Zeit später führt der schönste Spielzug der Partie zur Dorndorfer Führung durch Paul Jägle.
Eigentlich sollte aufgrund des Spielverlaufs nun alles klar und die restlichen Spielminuten nur noch reine Formalität sein. Und so wurde dann auch gespielt: die ideenlosen langen Bälle der Urnshäuser (meist durch dumme Fouls und den folgenden Freistößen verursacht), wurden zu lässig (oder zu ängstlich) verteidigt. Die vielen Fehler in der Abwehr führten dann schlussendlich auch zum mittlerweile verdienten Ausgleich: der eingewechselte Michael Günther lässt sich vom Urnshäuser Angreifer sehr leicht ausspielen, der dann gekonnt mit einem Lupfer ins lange Eck den Dorndorfer Keeper alt aussehen lässt.
Was die Dorndorfern in dieser Saison aber so stark macht, zeigte sich nach diesem Ausgleich: es wird gekämpft, bis zur letzten Minute. Und dieses Kämpfen um den ersten Auswärtssieg in diesem Jahr wurde fast belohnt: eine feine Einzelleistung von Maik Arnold schloss dieser unhaltbar für den Urnshäuser Schlussmann zur 3:2 Führung kurz vor Ende der Partie ab. So, das soll doch nun der Sieg gewesen sein, dachten sich die Dorndorfer Spieler. Aber auch Urnshausen hatte gemerkt, dass die Dorndorfer Abwehr nicht sicher ist. Wütende Angriffe waren die Folge, meist wieder durch lange Bälle vor das Dorndorfer Tor, die aber vom (noch) sicheren Schlussmann weggefangen wurden. Alle Versuche der Urnshäuser, den Ball im Dorndorfer Tor unterzubringen schlugen fehl, bis der Schiedsrichter die letzte Spielminute anzeigte. Zwei weitere Angriffswellen der Urnshäuser konnten abgewehrt werden und die Dorndorfer Spieler dachten wohl, der Schiri pfeift nun ab. Doch die Minute war wohl länger als gedacht, vier (in Zahlen 4!) Angreifer wurden an der Strafraumgrenze sträflich allein gelassen und es kam wie es kommen musste: die erste Möglichkeit dieser Situation konnten die Urnshäuser nicht nutzen, den zweiten aus dem Gewühl auf das Tor abgegebene Schuss wurde vom Dorndorfer Schlussmann nicht festgehalten und der nachsetzende Urnshäuser Angreifer versenkte den Ball im Netz. Der bis dahin fehlerfreie Dorndorfer Keeper hatte in dieser Spielszene seinen Aussetzer: entweder muss er den Ball festhalten oder zur Ecke abwehren. Der Torhüter der zweiten Mannschaft möchte sich hiermit beim gesamten Team entschuldigen.
Der Schiedsrichter pfiff das Spiel nur kurz zum Anstoß an, um die Partie im gleichen Moment zu beenden. Lobend sei der Schiedsrichter Fritz Möller aus Breitungen zu erwähnen, der in diesem Spiel trotz einiger Nicklichkeiten ohne Karten auskam. Sämtliche Entscheidungen wurden klar begründet - Streitigkeiten zwischen Spielern wurden durch Kommunikation der Beteiligten ausgeräumt - es wurde nicht kommandiert, sondern mit den Spielern geredet. Selten, dass in der zweiten Kreisklasse solche Schiedsrichter-Leistungen gezeigt werden. Abschließend lässt sich feststellen: im Jahr 2009 ist die Zweite wohl noch nicht in der Lage, seine spielerische Überlegenheit auch auswärts in Siege umzusetzen - daran muss, wenn noch weiter an den Aufstieg geglaubt wird, unbedingt gearbeitet werden.
Die Bemerkung des Spieltags (unter der Dusche von Björn Lotz): “Trotz Unentschieden ist das eine gefühlte Niederlage” (sinngemäß).
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